Über die Hundehaftpflichtversicherung haben wir bereits in diesem Artikel geschrieben und unterm Strich ein positives Ergebnis erhalten. Doch verhält es sich genau so bei der Hundekrankenversicherung? Was leistet sie, was nicht? Ist sie für mich und meinen Hund interessant? Über dieses Thema reden wir in diesem Artikel.

Vielleicht ist es ein Trend in Deutschland, zu versichern, was man nur versichern kann. Und wer schon einmal einen pflegeintensiven Hund hatte weiß, wie schnell ein Besuch beim Tierarzt horrende Rechnungen zur Folge haben kann. Wäre es da nicht schön eine Versicherung zu haben, die diese Kosten übernimmt?

Was über nimmt die Hundekrankenversicherung?

Wäre es! Doch wie sieht das Leistungsspektrum einer Hundekrankenversicherung aus? Grundsätzlich ist das natürlich von der Beitragshöhe- und dem Angebot des Versicherers abhängig. Üblicherweise werden jedoch jährliche Vorsorgeimpfungen und Entwurmung von der Krankenkasse übernommen. Zusätzlichen Schutz sollen OP- und Unfallversicherungen bieten, in denen die Kosten für Behandlungen und notwendige Operationen (abgesehen von der Kastration) übernommen werden.

Vorsicht: Vielleicht fallen Sie durch das Raster

Aber die Versicherer sind nicht dumm und die Aufnahmebedingungen nicht selten zum Haare raufen. HD-prädestinierte Hunderassen wie Schäferhunde beispielsweise, werden ebenso ungern oder gar nicht aufgenommen wie vermeintliche Kampfhunde, denen man häufigere Beißereien zutraut. Ebenso aussichtslos ist die Lage für alle, die ihren Hund aus zweiter Hand und („im schlimmsten Fall“) aus dem Tierschutz erhalten: Selten nehmen Tierkrankenversicherungen Hunde auf, die eine ungewisse, gesundheitliche Vergangenheit haben und nicht von Welpenalter an nach medizinischen Vorgaben versorgt worden sind.

Wer ohnehin schon einen kostenintensiven, kranken Hund hat, wir sehr wahrscheinlich gar keinen Versicherer finden. Manch ein Hundebesitzer berichtet gar davon, dass ihm nach einer chronischen Erkrankung seines Hundes der Vertrag gekündigt wird – das jedoch wird natürlich nicht die Regel sein.

„…das übernehmen wir leider nicht.“

Zu guter letzt ist es bei den Tierversicherungen nicht anders als bei den Versicherungen für den Mensch: An allen Ecken und Enden lauern Zuzahlungen und vieles wird gar nicht erst übernommen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Deshalb gilt es sich vorher über Möglichkeiten- und Widrigkeiten der eigenen Versicherung zu informieren, damit böse Überraschungen am Ende ausbleiben.

Alternativangebote zur Hundekrankenversicherung

Für die allermeisten Hundehalter erweist es sich als wesentlich effektiver, monatlich privat Geld beiseite zu legen, um in kostenintensiven Behandlungsfällen die Rechnungen bezahlen zu können. Tierkrankenversicherungen leisten in den wenigsten Fällen was sie versprechen und sind nur für einen Bruchteil der Tierhalter wirklich rentabel. Besser ist es da, auf private Rücklagen zurückzugreifen und für sich in dieser Form vorzusorgen.

Wenn Sie persönlich eine Tierkrankenversicherung für sinnvoll erachten oder sich dafür interessieren, finden Sie Informationen dazu im Internet oder bei einem Beratungsgespräch mit Ihrem Tierarzt.

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