Hunde möchten nicht nur regelmäßig mit ihren Besitzern Gassigehen, sondern  wollen auch körperlich und geistig gefordert werden. Besonders viel Spaß macht es ihnen, mit Hilfe ihres ausgeprägten Geruchssinns Spuren zu erschnuppern. Hunde  verfügen – je nach Rasse – über etwa 120 bis 220 Millionen Riechzellen, im Gegensatz zu den nur fünf Millionen Riechzellen des Menschen. Verfolgt der Hund eine Spur, atmet er in hoher Frequenz bis zu 300-mal in der Minute und versorgt seine Riechzellen so ständig mit neuen Geruchspartikeln.  Da Hunde auch stereo riechen, also zwischen rechts und links unterscheiden können, können sie die Richtung einer Spur beurteilen und sogar mehrere Wochen alte Spuren verfolgen.

Menschenspuren suchen – für Ihre Spürnase gibt es kaum Schöneres

Besonders viel Spaß macht Hunden die Suche nach Menschen. Jeder Mensch verliert pro Minute etwa 40.000 alte Hautzellen. Aufgrund dieser Geruchspartikel verfolgen Hunde zielsicher die Spur eines Menschen. Ausgebildete Personensuchhunde können selbst im tiefen Schnee oder im Wasser vermisste Personen aufspüren.  Beim Mantrailing, für das sich jeder Hund* – ob klein, ob groß – eignet, wird diese Suche nach Personen spielerisch aufgebaut. Mantrailing kann man sowohl in der Stadt als auch in Wiesen, Feldern oder im Wald üben und es macht Mensch wie Hund einen Riesenspaß.

Wenig Aufwand – viel Spaß

Für das Mantrailing benötigen Sie eine etwa zehn Meter lange Schleppleine sowie ein gut sitzendes Brustgeschirr, außerdem einige Geruchsgegenstände – meist Kleidungsstücke – des Menschen, der gesucht werden soll.  Beim ersten Mal Mantrailing werden noch mehrere Kleidungsstücke benötigt. Eines davon wird in einem gut verschließbaren Plastikbeutel verstaut, die anderen in einem gewissen Abstand auf dem Weg verteilt. Je erfahrener Ihr Hund wird, desto weniger Geruchsgegenstände benötigt er für die Suche. Ihr Hund darf natürlich nicht zusehen, in welcher Richtung die gesuchte Person verschwindet.

Sobald die Person nicht mehr zu sehen ist, kann die Suche losgehen. Wichtig ist es nun, dem Hund zu signalisieren, dass er arbeiten darf. Nehmen Sie die Leine vom Halsband und legen ihm die Schleppleine ans Geschirr an. Lassen Sie Ihre kleine Spürnase in die Plastiktüte  schnuppern und sagen ein selbst gewähltes Suchwort dazu, beispielsweise „Trail“ oder „Such“. Nun wird sich Ihr kleiner Sherlock Holmes sofort auf die Suche machen. Halten Sie ihn am Ende der langen Leine und lassen Sie sich führen. Helfen Sie ihm nicht. Nur wenn er wirklich nicht mehr weiter weiß, lassen Sie ihn noch mal zur Orientierung in die Tüte schnüffeln.

Zielsicher wird Ihr Hund sich mit tiefer Nase auf den Weg machen, unterwegs an den ausgelegten Kleidungsstücken schnuppern und sich wie ein Schneekönig freuen, wenn er die versteckte Person findet. Und diese hält nach erfolgreicher Suche für ihn natürlich eine große Portion Leckerli bereit. Nach und nach können Sie die Distanz vergrößern, bis Ihr Hund das Mantrailing auch über ein paar Hundert Meter oder gar ein oder zwei Kilometer erfolgreich meistert.

* bezogen auf die organischen Gegebenheiten. Natürlich müssen Hunde, die im Mantrailing eingesetzt werden auch die trieblichen Veranlagungen besitzen.

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