Tiersitter sind aus vielen Mensch-Hund-Alltagen nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen für das Wohl unserer geliebten Vierbeiner während einer Geschäftsreise, einer Krankheit, oder im stressigen Berufsalltag. Dabei müssen sie nicht nur gut mit Tieren umgehen können, sondern auch unser Vertrauen genießen: Denn wir lassen sie nicht nur unser Liebstes betreuen – sie treten auch in unsere Privatsphäre ein.

Wo sie einen Tiersitter finden und wie sie ihn auf Herz und Nieren prüfen, das besprechen wir in diesem Artikel.

Qualifikation, Erfahrung, Fachkenntnis

Ein guter Tiersitter verfügt – wenn nicht über eine besondere Qualifikation oder Ausbildung im Tierbereich – zumindest über Erfahrung. Ob durch eigene Tiere oder andere Aufträge ist dabei erst einmal egal. Wer jedoch bereits mit anderen Vierbeinern gearbeitet hat, genießt vor allem einen Vorteil: Er hat mehr unterschiedliche Hundecharaktere kennengelernt und ist damit wohmöglich anpassungsfähiger.

Ein Tiersitter der nichts zu verbergen hat, hat eben auch nichts zu verbergen und gibt Ihnen bereitwillig Auskunft über seine Erfahrung, seine Schwächen und Stärken, seine Qualifikation und seine Fachkenntnis im Umgang mit Tieren. Natürlich sind jene Tiersitter die über einen erste Hilfe Kurs am Hund, eine Ausbildung zum Tierpfleger oder zum Tierarzthelfer verfügen oder ehrenamtlich im Tierheim arbeiten grundsätzlich denen vorzuziehen, die wenig Erfahrung vorzeigen können. Letztendlich muss aber das Bauchgefühl und der erste Eindruck entscheiden. Jeder fängt ja mal klein an!

Seriösität und Offenheit

Einen Tiersitter auf Herz und Nieren zu prüfen bedeutet nicht nur, über seine Qualifikationen Bescheid zu wissen und sich gegebenenfalls Unterlagen darüber zeigen zu lassen. Viele weitere Faktoren zeichnen einen Tiersitter aus: Zunächst einmal gute Erreichbarkeit und problemlose Kommunikation, Pünktlichkeit und Interesse an Ihnen und Ihrem Tier. Je mehr ein Tiersitter fragt, desto besser kann das Urteil über ihn ausfallen: Denn Interesse zeugt auch von Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch des Tiersitters, ihrem Tier möglichst gerecht zu werden.

Ein vertrauenswürdiger Tiersitter ist gern bereit, sich vor dem eigentlichen Auftrag mit Ihnen zu einem „Kennenlern-Termin“ zu treffen um Sie und den Vierbeiner zu begrüßen. Auf Wunsch sollte der Tiersitter mit Ihnen auch einen Vertrag über die Arbeit abschließen und auf Rechnung arbeiten, selbst wenn beides nicht gang und gebe ist in der Tiersitter-Szene. Das aushändigen von offiziellen Papieren, beispielsweise des Personalausweises um Name und Adresse überprüfen zu können, sollte einem ehrlichen Tiersitter keine Sorgen bereiten.

Flexibilität und Kommunikation

Ein guter Tiersitter zeichnet sich nicht nur durch seine Flexibilität aus und springt auch mal im Notfall ein: Er hält sie vor allem auf dem Laufenden über Ihr Tier, gerade wenn Sie einmal ein paar Tage verreist sind und der Tiersitter Ihren Vierbeiner übernimmt. Regelmäßig Bescheid zu geben gehört dazu.

Tiersitter finden

Um einen Tiersitter auf Herz und Nieren zu prüfen, muss man aber erstmal einen haben. Über das Internet und auf Portalen wie betreut.de oder haushelden.de lassen sie sich ebenso ausfindig machen, wie über Kleinanzeigen, Schwarze Bretter, Stadtpinnwände und persönliche Empfehlung. Im Internet ist die Auswahl sicherlich am größten, private Empfehlungen kann man Ihnen am ehesten in Hundeschulen oder bei Tierärzten aussprechen.

Eine Pauschalformel um gute Tiersitter von schlechten Tiersittern zu unterscheiden gibt es natürlich nicht. Erfüllt ein Tiersitter jedoch alle oder zumindest die meisten der oben genannten Kriterien, ist das schon mal ein gutes Indiz und eine gewisse Sicherheit. Letztendlich muss auch das Bauchgefühl mitentscheiden – und natürlich Ihr Hund.

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Bild: © Leedman / flickr.com